Annette Schwindt wurde 1972 geboren. Sie ist Autodidaktin.
Schon von klein auf wurde Annette Schwindt aktiv an verschiedene Formen der Kunst herangeführt. "Ich habe gezeichnet und gemalt, seit ich einen Stift oder Pinsel halten konnte", erinnert sie sich.
Dank einer sehr guten Kunsterziehung am Gymnasium wurden ihr die grundlegenden Kenntnisse in Kunstgeschichte und Erfahrungen mit verschiedenen Arbeitstechniken vermittelt. Zu dieser Zeit beschäftigte sich die gebürtige Speyererin vorwiegend mit Portraitzeichnen, Arbeiten mit Pappmaché sowie der Seidenmalerei. Während ihres Romanistik- und Soziologiestudiums in Heidelberg war sie weiterhin privat künstlerisch tätig. Im anschließenden Zeitungsvolontariat lag ihr Schwerpunkt auf kulturellen Themen. So bekam sie Einblicke in die Arbeit von Künstlern und Galeristen. Als selbständige Beraterin für Public Relations hilft sie heute anderen Künstlern, sich und ihr Werk zu präsentieren.
Bereits die ersten Werke von Annette Schwindt stießen auf reges Interesse und fanden ihren Weg bis in die USA und nach Großbritannien. Neben der Bildenden Kunst beschäftigt sich die Bonnerin auch mit der Fotografie und dem Schreiben.
Lesen Sie auch dieses Interview mit Annette Schwindt zum Thema Kreativität.
Seit Januar 2006 experimentiert Annette Schwindt mit Acrylfarben und verschiedenen Strukturmaterialien. Ihre Acrylbilder entstehen meist eruptiv aus einem spontanen Bedürfnis, sich künstlerisch auszudrücken. Ihre jeweilige Stimmung spiegelt sich dabei in der Wahl der Farben und Materialien wider. Diese Spontaneität kann Annette Schwindt sich auch dann erhalten, wenn sie Bilder gezielt als Auftragsarbeit für einen bestimmten Raum kreiert. "Wirklich geplant sind meine Bilder eigentlich nie", erklärt sie ihre Vorgehensweise. "Die Bilder entstehen in Schichten, die für sich jeweils auch als eigenes Bild taugen könnten. Meist bin ich aber noch mit einem Detail unzufrieden und überarbeite dann gleich das ganze Bild. Das Ergebnis ist also immer ein aus sich selbst heraus gewachsenes."
Pinsel kommen bei ihrer Arbeit nur selten zum Einsatz. Meist trägt sie die Farbe mit Rollen oder Walzen auf, oder benutzt Schwämme, um den so entstehenden Bildebenen einen eigenen Charakter zu geben. Mit verschiedenen Spachtelmassen erschafft sie ebenso organisch anmutende Strukturen wie durch das Einarbeiten von Papier.
Den Anstoß, sich ernsthaft mit der Malerei zu beschäftigen, fand sie in der Auseinandersetzung mit dem Werk des norwegischen Künstlers Magne Furuholmen. "Als ich mir dann die ersten Seiten von Magnes ganz in Grautönen gehaltenen Buch 'Payne's Gray' ansah, fühlte ich mich plötzlich dazu getrieben, selbst mit kräftigen Farben aktiv zu werden."